Diese außergewöhnlich gut erhaltene Heuer Bundeswehr Referenz 1550 SG aus den 1970er-Jahren begeistert durch ihr absolut makelloses schwarzes Zifferblatt und das hervorragend erhaltene Edelstahlgehäuse, das kaum Tragespuren aufweist und noch immer sein vollständiges, charakteristisches mattes Finish besitzt. Ein bemerkenswert schönes Exemplar dieses legendären militärischen Flyback-Chronographen.
Die Geschichte der Heuer Bundeswehr reicht bis in die 1960er-Jahre zurück, als die deutsche Bundeswehr zuverlässige und besonders gut ablesbare Chronographen für ihre Piloten benötigte. Heuer lieferte hierfür einen robusten Fliegerchronographen, der speziell auf die Anforderungen des militärischen Einsatzes zugeschnitten war. Die Referenz 1550 SG wurde insbesondere von Piloten der deutschen Luftwaffe getragen und gehört heute zu den bekanntesten militärischen Chronographen der Schweizer Uhrmacherei. Ihr funktionales Design mit dem großzügig dimensionierten Edelstahlgehäuse, der beidseitig drehbaren Lünette und den großen Chronographendrückern war konsequent auf optimale Ablesbarkeit und einfache Bedienung ausgelegt – auch mit Fliegerhandschuhen.
Das absolute Highlight dieses Exemplars ist zweifellos sein makellos erhaltenes schwarzes Zifferblatt. Die matte Oberfläche präsentiert sich in einem außergewöhnlich schönen Zustand, ohne erkennbare Beschädigungen. Die großen arabischen Leuchtziffern haben über die Jahrzehnte eine wunderbar gleichmäßige Patina entwickelt. Die beiden vertieft angeordneten Totalisatoren, das historische Heuer-Logo und die fein ausgeführte Minuterie unterstreichen den funktionalen Charakter dieser militärischen Instrumentenuhr. Besonders interessant ist das rote „3H“-Symbol oberhalb der 6-Uhr-Position. Es steht für Wasserstoff-3, besser bekannt als Tritium, und kennzeichnet die Verwendung dieses Leuchtstoffs. Diese sogenannte „3H“-Ausführung zählt heute zu den besonders gesuchten Varianten der Heuer Bundeswehr.
Ebenso beeindruckend ist der hervorragende Erhaltungszustand des rund 43 mm großen Edelstahlgehäuses. Es zeigt kaum Tragespuren und besitzt noch immer sein vollständiges, charakteristisches mattes Finish. Die markanten Gehäusekonturen und kräftigen Bandanstöße sind hervorragend erhalten und vermitteln eindrucksvoll den robusten Charakter dieser professionellen Fliegeruhr. Auch die schwarze Drehlünette mit ihrer weißen 60-Minuten-Skalierung präsentiert sich in einem ausgesprochen schönen Zustand. Gerade bei einer militärischen Einsatzuhr, die ursprünglich für den täglichen Gebrauch unter anspruchsvollen Bedingungen konzipiert wurde, ist eine derart gute Erhaltung besonders bemerkenswert.
Auf dem verschraubten Gehäuseboden sind die militärische Gravur „BUNDESWEHR“ und die Versorgungsnummer „6645-12-146-3774“ deutlich erhalten. Diese Kennzeichnungen dokumentieren die ursprüngliche militärische Bestimmung des Modells und stellen eine direkte Verbindung zu seiner Geschichte her.
Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber Valjoux 230, ein hochwertiges Schaltradchronographenwerk mit Flyback-Funktion. Diese ermöglicht es, eine laufende Zeitmessung durch einen einzigen Drückervorgang unmittelbar zurückzustellen und neu zu starten, ohne den Chronographen zuvor anhalten zu müssen. Gerade in der militärischen Luftfahrt war diese Funktion bei Navigations- und Zeitmessungsaufgaben von großem praktischem Nutzen.
Zustandsbeschreibung
Zifferblatt: makellos erhalten - originale Tritium-Leuchtmasse in Markern und Zeigern - signiert mit: "Heuer", "3H" und "T Swiss".
Gehäuse: exzellent erhalten - kaum Tragespuren - intakte Militärgravuren auf dem Boden - drehbare Lünette in exzellentem Zustand - Breite zwischen den Bandanstößen: 20 mm.
Uhrwerk: Handaufzugskaliber Valjoux 230 - Werte auf der Zeitwaage: Gangabweichung +16 s/Tag, Amplitude 275°, beat error 0,1 ms.
Int.Exe.: 16226