Es gibt Uhren, bei denen die Uhrmacherkunst beinahe in den Hintergrund tritt und die kreative Freiheit des Schmuckdesigns die Hauptrolle übernimmt. Diese IWC Referenz R-148 aus der Zeit um 1975 ist ein faszinierendes Beispiel dafür. Mit ihrem spektakulären, vollständig aus 18-karätigem Gold gefertigten Schmuckarmband, dem ungewöhnlichen sechseckigen Gehäuse und ihrer unverwechselbaren geometrischen Gestaltung verkörpert sie auf eindrucksvolle Weise den experimentellen Zeitgeist der 1970er-Jahre. Eine Uhr, die ebenso sehr Schmuckstück wie Zeitmesser ist und deren Design selbst nach einem halben Jahrhundert nichts von seiner Faszination verloren hat.
Das absolute Highlight dieser IWC ist zweifellos ihr aufwendig gearbeitetes Goldarmband. Die einzelnen sechseckigen Glieder bestehen aus einer kunstvollen Komposition dreidimensionaler geometrischer Formen, offenen Dreiecken und strukturierten Goldflächen. Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel der unterschiedlichen Oberflächen: Während die polierten Kanten das Licht reflektieren, erzeugen die beinahe kristallartig wirkenden Flächen eine lebendige Struktur. Durch die zahlreichen Durchbrüche entsteht eine optische Leichtigkeit, die in reizvollem Kontrast zum massiven 18-karätigen Gold steht. Je nach Lichteinfall entfaltet das Armband ein faszinierendes Spiel aus Licht, Schatten und goldenen Reflexionen. Eine bemerkenswerte Goldschmiedearbeit, bei der jedes einzelne Glied wie eine kleine Skulptur erscheint.
Ebenso außergewöhnlich ist die harmonische Integration des sechseckigen Uhrengehäuses in die Gestaltung des Armbands. Anstatt sich als eigenständige Uhr in den Vordergrund zu drängen, fügt es sich nahezu nahtlos in die geometrische Komposition ein. Das silberfarbene Zifferblatt mit seiner feinen vertikalen Satinierung, den applizierten goldfarbenen Stundenindizes und den schlanken Zeigern bildet einen bewusst zurückhaltenden Gegenpol zum extravaganten Armband. Im Inneren arbeitet das mechanische IWC-Handaufzugskaliber 432, das die traditionelle Schweizer Uhrmacherkunst hinter diesem außergewöhnlichen Schmuckstück repräsentiert.
Besonders bemerkenswert ist der authentische Erhaltungszustand dieser Uhr. Das Goldgehäuse zeigt stellenweise natürliche Oxidationsspuren, die auf eine lange, weitgehend unberührte Lagerung hindeuten könnten. Auch die klar ausgeprägten Strukturen des Goldarmbands unterstreichen den Eindruck einer sorgfältig erhaltenen Vintage-Uhr. Gerade bei einem derart aufwendig gestalteten Schmuckstück ist die Bewahrung dieser feinen Oberflächen von besonderer Bedeutung. Sowohl das Gehäuse als auch das Armband tragen entsprechende Goldpunzen, die ihre Ausführung in 18-karätigem Gold bestätigen.
Diese IWC R-148 ist weit mehr als eine elegante Vintage-Damenuhr. Sie ist ein Zeugnis jener Epoche, in der Schweizer Uhrmacherkunst und kreative Goldschmiedekunst zu skulpturalen Schmuckstücken verschmolzen. Ihr extravagantes Design, die aufwendige Verarbeitung des 18-karätigen Goldes und der authentische, über Jahrzehnte gewachsene Charakter machen sie zu einem einzigartigen Sammlerstück.
Zustandsbeschreibung
Zifferblatt: Originales silberfarbenes Zifferblatt mit feiner vertikaler Satinierung in hervorragendem Zustand – leichte, authentische Patina – signiert mit „IWC International Watch Co Swiss“.
Gehäuse: Sechseckiges Gehäuse aus massivem 18-karätigem Gold – intakte Goldpunze an der Gehäuseseite – stellenweise natürliche Oxidationsspuren, die auf eine lange, weitgehend unberührte Lagerung hindeuten – die ursprünglichen Konturen und Oberflächen sind sehr schön erhalten.
Uhrwerk: Originales IWC-Handaufzugskaliber 432 – wird derzeit einem vollständigen Service unterzogen.
Armband: Außergewöhnlich aufwendig gearbeitetes Schmuckarmband aus massivem 18-karätigem Gold in hervorragendem Erhaltungszustand – die charakteristischen geometrischen Strukturen und fein bearbeiteten Goldoberflächen sind bemerkenswert schön erhalten – das Armband trägt eine 750-Goldpunze sowie eine weitere Punze.
Gehäusenummer: 1975xxx
Uhrwerksnummer: 1964xxx
Int.Exe.: 9203800